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Materialien „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ - Globales Lernen und Philosophie lernen
Buchhinweis |
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Bibliographische Angaben: |
Sebastian Schnelle Gemeinsam gegen die moderne Welt Wie Rechtsradikalismus und religiöser Fundamentalismus die offene Gesellschaft bedrohen Verlag Alibri. Aschaffenburg 2026 ISBN 978-3-86569-432-4
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ZUM BUCH: |
Rechter Rassismus und islamischer Fundamentalismus gelten allgemein als Gegenspieler -die sich scharf voneinander abgrenzen und sogar bekämpfen. Betrachtet man die Sachlage genauer, erkennt man, dass beide sehr ähnlich auf die Gegenwart antworten. Für beide aber ist der gemeinsame Feind die moderne Welt, offene Gesellschaften, liberale Lebensbewältigung.
Der Philosoph und Podcaster Sebastian Schnelle macht dies in seinem Buch zum Thema in findet die Ablehnung der Vernunft, Frauenfeindlichkeit, die Geringschätzung der Menschenrechte und Demokratieverachtung als Sachverhalte, die von den ideologischen Vorläufern zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den Online-Welten der Gegenwart verfolgt. Das Inhaltsverzeichnis spiegelt den Gedankengang..
Der Autor benennt u.a. drei Schwerpunkte, die er verfolgen will. „Ich werde in diesem Buch außerdem drei Thesen vertreten und versuchen, diese zu belegen, die in meinen Augen bisher noch nicht genug Beachtung gefunden haben: Erstens gibt es eine erkenntnistheoretische Basis als Grundlage des Unbehagens an der Moderne, aus der sich letztlich die Ablehnung der Moderne und ihrer Errungenschaften speist. Zweitens zeigt sich die erkenntnistheoretische Basis darin, dass sich die Wurzeln des Antimodernismus nicht nur aus politischen, sondern auch aus religiösen, bzw. esoterischen Quellen speisen und sowohl personelle als auch ideologische Kontinuitäten bestehen. Drittens geht diese Form des rückwärtsgewandten Denkens immer mit einem Frauenbild einher, das die Frau dem Mann unterordnet. “ (S.15f.)
Inhaltsverzeichnis Dramatis Personae ...................................................................... 8 Einleitung ................................................................................... 11 1. Die Moderne als Feindbild und Krisenerzählung ................ 17 2. Flucht ins Okkulte ................................................................ 31 3. Deutschland in der Zwischenkriegszeit ............................... 49 4. Die islamische Welt nach dem Ersten Weltkrieg ................. 59 5. Europa nach dem Zweiten Weltkrieg .................................. 73 6. Deutschland heute .............................................................. 85 7. Islamismus heute ................................................................. 99 Was tun? ....................................................................................
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Einordnung für die Bildungsarbeit |
Das Themenfeld wird in vielen Zusammenhängen eines Philosophieunterrichts, der nicht nur philosophiegeschichtlich orientiert sein will, immer wieder zur Sprache kommen. Das Buch bietet viele Informationen und vor allem Ansätze zur eigenen Weiterarbeit und auch zur kontroversen Diskussion (für Studierende und Lehrkräfte). Ein Impuls für eine ins Themenfeld einleitende Gesprächsrunde:
„Die Moderne als Feindbild und Krisenerzählung
Epochenbegriffe sind kompliziert und schwer einzugrenzen, je nachdem ob man von Kultur, Technik, Wissenschaft oder Kunst spricht, ob man Geistesgeschichte betrachtet oder eine bestimmte Region in den Blick nimmt. Abhängig von diesen Parametern wird man zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen, wann eine Epoche begonnen hat oder welche Phänomene ihr originär zuzuordnen sind. Geschichtswissenschaftler oder Kunsthistoriker werden deshalb vielleicht schon an dieser Stelle die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil ein Versuch, „die Moderne“ sauber zu fassen, fast unweigerlich scheitern muss.“ (S. 17)
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Martin Geisz, August 2026