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ZUM
BUCH:
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Es
gibt in der katholischen Kirche eine kirchliche Leseordnung mit
Vorgaben der Bibeltexte für die Werktags- und
Sonntagsgottesdienste. Dieses Buch wirft einen gründlichen
Blick auf die Auswahl der Texte und besonders darauf, wie die
Frauen, die in der Bibel vorkommen, berücksichtigt werden.
Es kommt zu dem Ergebnis, dass die Auswahl ganz eindeutig zu
Ungunsten der Frauen ausfällt. Insgesamt kommt nur rund ein
Drittel der biblischen Frauengestalten in den gottesdienstlichen
Lesungen überhaupt vor. Zusätzlich werden deren
Geschichten in aller Regel stark gekürzt.
Die
Autorin formuliert zusammenfassend zu ihrer Arbeit so: „Im
Ersten Testament kommen gut 60 Frauen mit Geschichte vor, also
mit mehr als einer Namens- oder Gebärnotiz. Keine dieser
Geschichte wird an den Sonntagen vollständig erzählt.
... In diesem Buch gehe ich den Geschichten der Frauen nach, die
nie in der Leseordnung vorkommen ... Ich erzähle auch die
Geschichten derjenigen Frauen, die nur mit einem Teil ihrer
Geschichte, gefunden haben und die Geschichten, aus denen sie
herausgekürzt wurden“ (S. 18)
zur
Autorin
Annette
Jantzen,
geb. 1978, Dr. theol., studierte Katholische Theologie in Bonn,
Jerusalem, Tübingen und Strasbourg. Als Theologin und
Autorin beschäftigt sie sich mit biblischen Texten und
Auslegungsgeschichte, mit der Überwindung patriarchaler
Engführungen im Verständnis des christlichen Glaubens
und mit den politisch-gesellschaftlichen Dimensionen von
geschlechterfairer Gottesrede. Sie betreibt den Blog
www.gotteswort-weiblich.de und ist im ganzen deutschsprachigem
Raum als Referentin gefragt.
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Einordnung
für die Bildungsarbeit
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Ein
Impuls für eine ins Themenfeld „Frauen und Katholische
Kirche“ aus dem Buch:
„Frauen
spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle in unserer Kirche.
Bestimmend sind weiterhin die Männer, die geweihten
Kleriker. .... Deshalb werden viele, ja sehr viele Frauen sich in
den ignorierten Frauen der Bibel eins zu eins wiederfinden. ....
Wie viele werden nach wie vor und immer neu ihrer Würde
beraubt und in ihren Charismen und Begabungen nicht
ernstgenommen. Alle synodalen Aufbrüche, Anstrengungen und
Erfolge haben daran - Gott sei’s geklagt - kaum etwas
geändert.“ (S. 10)
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