Materialien „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ - Globales Lernen und Philosophie lernen





Buchhinweis







Bibliographische Angaben:

Liana Novelli

Turin – Frankfurt

Die vielfältige Identität in der Migration

Brandes&Apsel Verlag. Frankfurt 2025
1. Auflage 2025
ISBN 978-3-95558-398-9

 




ZUM BUCH:

Migration wurde in den letzten Jahrzehnten stets kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert. Doch es gibt eine Kultur der Aufnahme von fremden Menschen, eine Neugier und eine Unterstützung ihres Ankommens und ihrer Integration.

Liana Novelli, ist als Sprachlehrerin engagiert für den muttersprachlichen Unterricht an den Schulen engagiert (vgl. 98-105). Dabei geht es ihr besonders auch um eine Anerkennung durch die Mehrheitskultur und natürlich auch um die Gewährung aller Rechte von Migranten, besonders um die Rechte der migrantischen Frauen.In diesem Buch geht es um ihre eigene Geschichte und die Geschichte „Ihrer Familie. „Es war die Suche nach den Wuzeln der Geschichte, von der meine Familie durch die Rassengesetze betroffen war, aber es war auch die Sprache, die mich faszinierte, obwohl ich sie nicht verstand. So ist dieses Land meine Heimat geworden, in der ich nach den Erziehungsprinzipien meiner Eltern gearbeitet habe, was mit der Zeit zu meiner Lebensaufgabe und meiner Identität geworden ist“ (S.7).

Das Inhaltsverzeichnis zeigt die gesetztenn Akzente:

 

INHALT
Vorwort und Dank

Familiengeschichten

Schwestern

In der Schule

Der politische Einsatz

Die Kinder der Gastarbeiter

Kinder und Familie

Das deutsche Schulsystem

Die Anfänge der frauenhistorischen Studien

Die Kurse zur Frauengeschichte

Die italienische Einwanderung nach Deutschland

Rückkehr der Geschichte

Die Gründung des Coordinamento

Projekte

Ressourcen

Eine Bilanz

Auf der Suche nach den Beweggründen

Identitätsfragen

Gebrauchsanweisungen

Versuch einer Genealogie des Verhaltens

Die Spuren meiner Mutter

Familienporträts

Anhang I
Das Interesse an der Geschichte: Eine Frage der Identität?
von Alida Novelli

Anhang II
Anna O. / Bertha Pappenheim: eine doppelte Begegnung

Dokumente

Literatur



zur Autorin:

Liana Novelli              Liana Novelli Glaab wurde 1946 in Turin geboren. Sie studierte an der dortigen Universität Geschichte und Philosophie. 1970 kam sie als Stipendiatin des DAAD nach Frankfurt, um hier ihre Dissertation zu schreiben. Danach blieb sie in Frankfurt, unterrichtete italienische Kinder in den damaligen sog. Vorbereitungsklassen und hatte von 1986 bis 2006 einen Lehrauftrag für Frauenforschung am Romanischen Institut der J. W. Goethe-Universität. Sie ist Mitglied der italienischen Historikerinnengesellschaft (SIS) und hat über die Geschichte der italienischen Frauen im Judentum und in der Resistenza und über Süditalienerinnen in der Migration geforscht. Sie hat hierzu und über ihre eigene Familiengeschichte verschiedene Veröffentlichungen in deutscher und italienischer Sprache verfasst.“ (https://www.brandes-apsel.de/turin-frankfurt.html )




Einordnung für die Bildungsarbeit



Identitätsfragen und die Entwicklung einer eigenen Identität gehören zum Kern der Bemühungen von Ethik- und Philosophieunterricht.

Dieses Buch öffnet Perspektiven, die andere Unterrichtsmaterialien nicht bieten.

Die Autorin spricht dies selbst an:

: »Das Schreiben dieser Memoiren ist für mich wichtiger geworden als alles andere. Ursprünglich glaubte ich, es tun zu müssen, weil mich die Lektüre von Natalia Ginzburg dazu geführt hatte, aus der Pflicht heraus, ›eine Spur zu hinterlassen‹, für jemanden, der wie ich nicht glaubt, dass er weiterleben kann, außer in der Erinnerung, die andere an seine Erfahrungen haben könnten. Ich habe sie zu verschiedenen Zeiten verfasst, manchmal in Abständen von mehreren Jahren. Ich habe nichts verändert, um die Stimmungen, Gefühle und Befindlichkeiten zu bewahren, unter denen sie geschrieben wurden und die sich im Laufe der Zeit verständlicherweise verändert haben. Meine Absicht ist es, meinen Weg darzustellen, immer auf der Suche nach dem Ausdruck dessen, was ich nach und nach als mein Tun und das Wesen meiner Identität betrachtete.« (Verlagsinformation im Klappentext des Buches).

 




Martin Geisz, November November 2025